GOOGLE PIXEL 11 PRO XL – Nur teuer oder auch gut?

Nachdem ich lange mit dem GOOGLE PIXEL 9 PRO XL unterwegs war und es mir wirklich gute Dienste geleistet hat auf meinen/unseren Zahlreichen Reisen und eigentlich auch immer echt gute Fotos und Videos abgeliefert hat für meinen Insta- und meinen Youtube-Account, wollte ich jetzt doch mal wieder ein Upgrade auf das neueste GOOGLE PIXEL 11 PRO XL machen.

Warum 512GB?

Für meine Entscheidung auf die 512GB Version waren eigentlich am Ende mehrere Gründe entscheidend.

Zum Einen wollte ich nicht weniger als 16GB RAM im neuen Smartphone haben und die 256GB-Version wurde aufgrund der Speicherkrise auf 12GB runtergestuft und vor allem beim Schneiden von 4K-Videos war die RAM-Nutzung auf dem alten 9 PRO XL doch öfter mal über 12GB und ich wollte mir da keine Slowdowns einhandeln.

Zum Anderen kickt da meine Nerd-Ehre rein und ich steh einfach nicht auf schlechtere Specs bei einem Upgrade, denn das wäre es ja kein Upgrade mehr.

Kameraupgrades?

Hier kommen wir zu meinem Steckenpferd und warum ich eigentlich die Google Pixel-Reihe schon so lange wähle: Die Kamera(s).

Hier mal der direkte Vergleich der Kamera-Eckdaten:

Google Pixel 11 Pro XLKameraGoogle Pixel 9 Pro XL
50 MP (OIS, PDAF)
Aperture size: F1.7
Sensor size: 1/1.3″
Hauptkamera50 MP (OIS, PDAF)
Aperture size: F1.7
Sensor size: 1/1.31″
48 MP
Aperture size: F1.7
Sensor size: 1/2.51″
Ultra-Weitwinkel48 MP
Aperture size: F1.7
Sensor size: 1/2.55″
48 MP
Optical zoom: 5.0x
Aperture size: F2.8
Sensor size: 1/1.95″
Tele/Zoom48 MP
Optical zoom: 5.0x
Aperture size: F2.8
Sensor size: 1/2.55″
42 MP (PDAF)Front42 MP

Da sieht man recht gut, dass sich bei der Auflösung der Sensoren eigentlich nichts getan hat. Wenn man es aber genauer betrachtet, ist die Sensorgröße bei allen Rück-Kameras mehr oder weniger gewachsen, was man sogar in den Fotos mit besserer Leistung bei wenig Licht und mehr Detailtreue gut beobachten kann, vor allem beim Zoom ist das phänomenal.

Hier ein paar Fotos, die ich in einem Café sitzend geschossen hab. Das Wetter hätte besser sein können, aber bei komplettem Schönwetter kann ja jeder knipsen. Vor allem bei der Münsterspitze hat mich das Superresolution-Zoom wirklich umgehauen.

Die Videoperformance hat sich auch ordentlich verbessert, vor allem wohl aber auch durch die bessere Leistung des neuen Tensors und die verbesserten Sensorgrößen. Das Rauschen bei niedriger Beleuchtung im Ultraweitwinkel ist beinahe komplett verschwunden. Woran man noch arbeiten könnte ist beim manuellen Zoomen der Übergang zwischen den verschiedenen Kameras.

Ansonsten hat mir das neue 11 Pro XL schon gute Dienste geleistet und wird jetzt in den kommenden Wochen auf Kos und in London noch weiter ausgiebig getestet.

Batterielaufzeit?

Wie das so ist am Anfang braucht Android erstmal ein bisschen Anlaufzeit um die Apps und das OS auf den Benutzer einzunorden. In den ersten Tagen war die Akkulaufzeit schon ok und wir wissen alle, dass die ersten begeisterten Tage meistens Screentime ohne Ende haben.

Nach rund 27 Tagen kann ich sagen: Die leichte Akkukapazitätserhöhung von 5060mAh vom 9 Pro XL auf die jetzt 5115mAh zeigen sich schon etwas meiner Meinung nach. Ich nutze das Phone gewohnt viel den Tag über und hab außerhalb meiner Reisen immer die Akkuladebegrenzung von 80% aktiviert um die Lebensdauer zu verlängern.

Selbst mit den aktivierten 80% komme ich durch den Tag und der Akku hat Abends noch einen Ladestand von ca. 25-30%, je nach Screentime. Lasse ich das Smartphone auf Reisen auf 100% laden, sind es am Ende des Tages noch runde 40%.

Und das bei ordentlicher Nutzung über den Tag mit sozialen Medien, Messaging, Surfen, Videoschnitt, viel Fotografie und permanenter Verbindung zu meiner Smartwatch mit Übertragung aller Vitaldaten und Benachrichtigungen.

Da hab ich nichts zu meckern.

Performance?

Der Tensor G6 fühlt sich insgesamt eine ganze Ecke schneller als der G4 in meinem alten Pixel. Vielleicht ist es heutzutage doch keine schlechte Idee immer eine Generation zu überspringen, damit man den Performanceschub auch wirklich merkt. Der G6 ist jetzt in 3nm gefertigt und scheint mir bei gleichen Arbeiten auch weniger Hitze zu erzeugen.

Vor allem beim Videoschnitt in 4K merke ich, dass die Verarbeitungs- und Renderzeiten ordentlich nach unten gegangen sind. Gaming auf dem Smartphone interessiert mich schon lange nicht mehr, weswegen ich da auch keinen Vergleich hab. Ich hab das 11 Pro XL aber mal in meinen GameSir-X2-Smartphone-Controller gepresst und ein paar Games damit ausprobiert. Alles ohne Probleme. Keine Lags, keine übermässige Hitzeentwicklung, alles responsive. Alles gut soweit.

Da kann ich nur sagen: Ich bin rundum zufrieden.

HiLite

Uuuuuh! HiLight! Was wurde das gehyped von Google!

Ehrlich: Dieser mehrfarbige Benachrichtigungs-LED-Bereich in der Kamera-Bar ist für mich einfach gesagt:
Für den Arsch.

Für mich nur eine nette Spielerei, aber nicht wirklich etwas Kaufentscheidendes.
Ganz im Gegenteil: Ich hätte lieber den Thermometersensor des 9 Pro XL behalten.

Aber auch das ist nichts Kriegsentscheidendes.

Fazit.

Benchmarks haben mich noch nie interessiert. Es wird immer einen schnelleren Prozessor geben.

Das Einzige, was mich interessiert: Schafft das neue Smartphone alles was ich darauf mache, nur eine ganze Ecke besser und schneller und ruckelfreier. Da hat mich das neue Pixel vollkommen überzeugt.

Was mir als Insta-Jockel zudem wichtig ist, ist eine grandiose Kamera und mir ist jetzt schon klar, weshalb die Kameras des Google Pixel 11 Pro XL z.B. auf Reddit als iPhone-17-Pro-Kamera-Killer bezeichnet werden.

Ich hab meine Frau auf das iPhone 17 Pro aktualisiert und Sie saß mit mir im Café und hat parallel rumgeknipst und die Bildqualität bei gleicher Umgebung und den gleichen Objekten und Entfernungen war beim Pixel durchweg besser.

Die Akkulaufzeit ist super. Android 17 läuft ohne einen Ruckler und auch in allen Apps gibt es keine Slowdowns oder Ruckler beim scrollen.

Rechenintensive Arbeiten wie der 4K-Videoschnitt laufen flüssig von der Hand.

Ergo: Ja, 1599.- E-Mark für die 512GB-Version ist ein Haufen Geld, aber für mich hat sich das UPgrade rundum gelohnt.

Daumen hoch!

Über den Author:

Harry. Gen X all the way. Serial Traveler. Schwabe. Ulmer. Zunftmeister. Demoszener. Nerd. IT-Guy. Mag teure Mode und Gadgets. Mercedes-Fahrer. Für Viele unerträglich offen. Immer ehrlich. Sehr direkt. Nicht woke. Immun gegen Pronomenquatsch. Nicht religiös, aber eindeutig auf Seite des Christentums. Leberkäswecken statt Döner. Pinsa statt Pide. Kontra Antisemiten. Kontra Sozialismus. Kontra Antifa. Kontra Rechtsradikal & Kontra Linksradikal. Pro-Leistungsgesellschaft.